22.10. – 30.11.2025
Ausstellung »Kunst.Stadt.Gotha«
KunstForum Gotha, Querstraße 13-15, Gotha
Eröffnung: Mittwoch, 22.10. / 18 Uhr
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag, 14–18 Uhr
seit 2024
»Inkarnat«, Skulpturenpark, Galerie Talstraße, Halle (Saale)
Vita
lebt und arbeitet in Halle (Saale)
1998
geboren in Gotha
2018
Abitur in Erfurt
seit 2019
Bildhauerei/Figur bei Prof. Bruno Raetsch, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
2024/2025
Studienaufenthalt, Accademia di Belle Arti di Roma, Rom
Stipendium/Symposium
2025
Symposium – »Debra Iron Pour«, Rudolstadt
2024
Stipendium – Studienaufenthalt (DAAD), Accademia di Belle Arti di Roma, Rom
Ausstellungsverzeichnis
(S) Soloausstellung / (D) Duoausstellung
2025
»Kunst.Stadt.Gotha«, KunstForum, Gotha
»Debra Iron Pour«, Galerie der Kunstwerkstatt, Rudolstadt
»Kleines Jubiläum«, Galerie M1 Kunstzone, Gera
2023
»Separation«, Matilda Starke und Rr, Volkspark, Halle (Saale) (D)
»Erz – Geburt eines Körpers«, Matilda Starke, Rr und Younghyun Min, Kunstgussmuseum Lauchhammer
»39 x Kunstweihnacht«, Galerie M1 Kunstzone, Gera
2022
Atelierschau, Burg Giebichenstein, Halle (Saale) (D)
Öffentlicher Raum
2025
»Nukleus«, Rosengarten, Burg Giebichenstein, Halle (Saale)
2024
»Inkarnat«, Skulpturenpark, Galerie Talstraße, Halle (Saale)
Texte
Statement
Berührt man den Kern, so erzeugt die Berührung eine Explosion und das Innere wird frei. Die Plastik ersteht aus einem Zeugungsakt, sie hat den Tod überwunden. In Substanz gegossen besteht sie wie ein lebendiger Fels. Was sich nicht erkennt in ihr, prallt ab und kehrt in sich zurück.
Die Plastik überwindet die Schwerkraft, sie ergreift den Stoff und führt die Form hinauf. Sie wurzelt in der Tiefe, dort wo kein Licht ist, in der Verdichtung der Schichten. Sie durchglüht die Erde wie ein Pfeil. Sie wurzelt im All, da die Lichter zerstieben in Dunkelheit. Sie formt aus den Sphären und Schichten, durchdringt sich mit dem Wort und zeugt die lebendige Gestalt. Sie hebt die Zeit auf und schafft das Erbe ab. Die Plastik sprengt sich in die Zukunft.
Matilda Starke, 2023
Die Bildhauerin Matilda Starke arbeitet sich vom Außen ins Innere des menschlichen Körpers. Von dort, tief vorgedrungen, findet sie zur Form. Sie stirbt in sie hinein, sich ergebend dem Entstehen eines neuen Wesens, das sich aufrichtet aus der Schwere. Das Material durchrinnt ihre Finger, bahnt sich den Weg über ihre Haut und hinterlässt Furchen der Notwendigkeit. Es ist das Streben den Urquell fließen zu lassen, um zum Kern zu stoßen, das Abarbeiten in der Bewegung nach vorne.
Matilda Starkes Kraft ist es, das Instabile, das Zarte das erwächst, in eine kompromisslose Sprache zu formulieren, die sich fern vom Irdischen behauptet und doch tief verwurzelt in der Erde ist. Ein Schrei in den Raum der Zeit, der endlos wandert.
Ihr Werk zeugt vom Kampf zwischen lebendigem Fleisch, hingetrieben zur Plastik als ein festes Momentum, ein Bild vom Beben im Stillstand zu schaffen.
Rr, 2023
© Matilda Starke / Fotos: Rr, Matilda Starke / 2025